Athen, Korinth, Philippi, Antiochien, Ephesus, Damaskus oder Rom - Paulus reiste in viele fremde Länder und Städte und erlebte dabei spannende Abenteuer. Daran teilhaben konnten knapp dreißig Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren bei den ökumenischen Kinderbibeltagen in Borgholzhausen. An vier Tagen haben sie sich im Bönkerschen Steinbruch mit Paulus auf den Weg gemacht. Gesungen, gebastelt und über die gezeigten Theaterszenen gesprochen. Unter der Leitung der evangelischen Pfarrerin Birgit Gillmann aus Bockhorst und Gemeindereferentin Marion Forthaus von der katholischen Kirchengemeinde gab es weitere neun Mitarbeitende, die das möglich gemacht haben. Die beiden Hauptamtlichen schlüpften bei den Anspielen in die Rolle von Mäusen, beobachteten stets das Geschehen aus nächster Nähe und sorgten damit auf unterhaltsame Weise zum besseren Verständnis.
Der Apostel, der über eine lange Zeit Christen verfolgte, hatte auf dem Weg nach Damaskus eine Vision, in der ihm Christus erschien. Danach änderte er sein Leben und trug durch seine Missionsreisen wesentlich dazu bei, das Christentum zu einer Weltreligion zu machen.
Sein Weg ist dabei geprägt vom Vertrauen zu Gott, Licht, das Augen öffnet, von Mut, Kraft und Liebe. Überall lassen sich Menschen begeistern, wenn er ihnen von Gott erzählt und davon, dass Jesus allen seine Liebe schenkt. In einem der Anspiele auf der Naturbühne des Steinbruchs trifft Paulus (Stefan Walter) in Philippi auf Lydia (Josephine), die ihn und seine Begleiter in ihr Haus aufnimmt und sich später von ihm taufen lässt. So wird sie die erste Christin auf europäischem Boden.
Aber nicht alle sind begeistert von Paulus. Als er einer Wahrsagerin helfen will, wird er gemeinsam mit seinem Begleiter Silas als Unruhestifter ins Gefängnis geworfen. Nach einem Erdbeben fallen ihnen die Fesseln ab und der Wärter (Kasper) will sich mit einem Schwert das Leben nehmen, denn er denkt, die Gefangenen seien geflohen. Paulus flieht nicht, erzählt ihm von Gott, der Wärter kommt zum Glauben und lässt sich und seine Angehörigen taufen.
Wie hätten wir gehandelt? Haben auch wir Gottvertrauen? Wann spüren wir die Liebe Gottes? Jesus geht mit uns, das hat Paulus verstanden – wir auch? Die Geschichten wurden nicht nur in Gesprächen, sondern auch mit Bewegungsspielen wie einem Vertrauens-Parkour vertieft. Mit besonderem Eifer gingen die Kinder an die verschiedenen Bastelangebote. Da wurden Kerzen als Mutmacher unter dem Motto „Jesus geht mit“ verziert und Herzen aus Pappe gebastelt. Warum? „Gott ist die Liebe, das hat sogar Paulus verstanden!“, kam die Antwort schnell vom Basteltisch. Kleine Boote wurden gebastelt, angemalt und die Segel mit Symbolen für Licht, Vertrauen und dem Anker für Hoffnung versehen. Zum Ende der Veranstaltung erhielt jedes Kind stolz sein fertiges Kaleidoskop, dessen Bilder-Grundlage an den ersten Tagen mit Motiven über die Themen Begeisterung, Vertrauen und Weg gestaltet wurde. -dag-