Konfi Camps sind Vollgasveranstaltungen und stehen für innovative und gelingende Arbeit mit Jugendlichen. Sie sollen den jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich mit Gleichaltrigen über gemeinsames Tun wahrzunehmen, sich zwanglos über Glaubensthemen auszutauschen, Gemeinschaft zu erfahren und dabei neue Impulse zu erhalten. Eine Auszeit vom Alltag, in der sie sich in einer großen Vielfalt ausprobieren können. Sie übernehmen Verantwortung und können so später einmal selbst Kirche mitgestalten. Am Ende des Tages steht die Erfahrung, dass es alles andere als theoretisch und langweilig ist, mit Gott unterwegs zu sein.
Im dritten Jahr nacheinander fand diese Veranstaltung des Kirchenkreises in Versmold statt – die synodale Jugendreferentin Jana Ruhe bildete mit Unterstützung von Pfarrer Marcel Friesen das Organisationsteam. Weitere 50 Haupt- und Ehrenamtliche sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Unter dem Motto „Sinnfluencer – im Glauben durchstarten“ nahmen 190 Konfis aus den acht Kirchengemeinden Bockhorst, Borgholzhausen, Brockhagen, Halle, Harsewinkel, Steinhagen, Versmold und Werther teil. Damit ist das Event die größte derartige Kooperationsveranstaltung im Kirchenkreis Halle.
Bei der Auftaktveranstaltung in der Petri-Kirche lernten die Teilnehmer zeitgenössische Personen wie Michael Patrick Kelly, Jürgen Klopp oder Martin Luther King, die stark in ihrem Glauben verankert sind, kennen. Sie konnten sich auf kreative Weise mit ihnen auseinandersetzen und somit ihren eigenen, bisherigen Glaubensweg reflektieren. „Später können die Jugendlichen an einem Gottesdienst mit verschiedenen Stationen teilnehmen und so Glauben nacherleben sowie das Motto des Tages nochmal auf vielschichtige Weise erfahren“, erläuterte Pfarrer Tim Henselmeyer. Da gab es eine Segens-, Vergebens- und eine Fürbittenstation, an der Klagemauer konnten Bitten aufgeschrieben werden, kreative Angebote ermöglichten es z. B. ein Kreuz zu gestalten.
Die zahlreichen Workshops fanden an unterschiedlichen Standorten statt. Im Gemeindehaus wurde das beliebte Rollenspiel „Werwolf“ unter der Leitung von Athessa-Sophia Zinn angeboten oder „Kreatives Schreiben“ mit Violetta Lau. Besonders beliebt war die Kletterwand am Jugendzentrum Westside. Wer sich im Vorfeld dafür angemeldet hatte, konnte seinen Mut und seine Kraft dort ausprobieren – immer gesichert von Pfarrer Christian Stephan und Jens Schröder vom JUZ. Auch Küster Frank Kipke wagte das Experiment. „Es ist wirklich sehr anstrengend. Man hat anfangs Angst abzurutschen, lernt aber, sich auf die Anderen zu verlassen. Ich bin froh, das gemacht zu haben, eine tolle Erfahrung“, lautete sein Fazit. In der Sporthalle galt es ein Parkour Training unter der Leitung von Rene Hübner zu absolvieren, bei dem man auf vielfältige Weise von A nach B kommen musste - wer mochte, konnte Drehungen und Saltos einsetzen. Der 12-jährige Tino war begeistert. „Ich war zum ersten Mal dabei und finde, das hat richtig Spaß gemacht!“ Spaß hatten auch die Mitspieler beim „Menschenkicker“. Gar nicht so einfach, auf kleinem Raum an einer Leine befestigt den Ball am Gegner vorbei ins Tor zu bugsieren. Mit Hilfe der Actionbound-App gab es auf dem gesamten Gelände bei einer digitalen Schnitzeljagt Gelegenheit, sich in Teams gegeneinander zu duellieren.
Immer wieder waren Pausen eingebaut, in denen für das leibliche Wohl gesorgt war: Von Nudeln zum Mittag über Snackpausen mit Obst und Keksen bis hin zum Grillbuffet am Abend.
Zum Schluss stand nochmal der Event-Charakter im Vordergrund: Disco, Foto-Point und Lagerfeuer mit Gitarrenmusik – bevor ein gemeinsamer Abschluss und ein Segen den langen Tag beendete. -dag-