Ludger Ströker, Mitinitiator der Veranstaltungsreihe „Petri-Musik“, die mit Hörgenuss verschiedener Genres das Gemeindezentrum der Evangelischen Kirche in Versmold viermal jährlich in eine Kleinkunstbühne verwandelt, war bereits im Vorfeld sicher, dass diese Band aus der Nachbarschaft eine große Anziehungskraft besitzt. Ähnlich wie vor knapp zwei Jahren in Marienfeld hieß es auch diesmal: „Volles Haus!“ Damit niemand nach Hause geschickt werden musste, organisierten er und „Hausherr“ Pfarrer Rüdiger Schwulst Stühle aus anderen Räumen des Gemeindehauses. Vorhandene Tische raus, Sitzgelegenheiten rein - und schon fanden gut 150 Zuhörer Platz.
Die Rede ist von „Frau Re mit Band“ – das sind die Frontfrauen Renate Bröskamp und Frauke Majewski (beide Gesang), Elmar Jennen am Keyboard und gleichzeitig Moderator, Schlagzeuger Malte Schön, Werner Runge an der Rhythmus-Gitarre und Benjamin Voßhans (Bass). Beim bunt aufgestellten Programm überzeugten sie mit vierzehn bekannten Chartklassikern des Rock und Pop angefangen von „Hello, turn your Radio on“ von Shakespears Sister und „Piano Man“ von Billy Joel über den mit 6:20 Minuten längsten Song des Konzerts „Bed of Roses“ (Bon Jovi) bis hin zu „Because the Night“ (Patti Smith/Bruce Springsteen) das Publikum durch die Harmonie innerhalb der Band – und nicht zuletzt durch die ausdruckstarken Stimmen der Sängerinnen: „Rock-Röhre“ Renate Bröskamp und der kongenial dazu passende Sopran von Frauke Majewski. Bei den zwei angekündigten Premieren handelte es sich um einen Walzer („You light up my life) und um einen Song auf Kölsch („Do kanns zaubere“). Für einen ganz besonderen Moment sorgte das Solo von Werner Runge, der Marius Müller-Westernhagens „Freiheit“ mit soviel Gefühl sang, dass es Gänsehaut erzeugte.
Das Publikum bedankte sich mit langanhaltendem Applaus und – nicht nur nach den zwei Zugaben „Angel“ und „Ich liebe das Leben“ – mit stehenden Ovationen.
Die nächste Petri-Musik wartet mit dem in der Region angesagten Duo „Madline & Jay“ auf. Die Sängerin und der Gitarrist bieten am 18. Januar 2026 eine bunte Songauswahl – mal rockig, mal jazzig, mal balladesk. -dag-