Die Haller Bach-Tage sind das kulturelle Aushängeschild der Stadt – da waren sich alle Teilnehmer des Pressetermins einig, die anlässlich der Programmvorstellung der 62. Ausgabe des Klassik-Festivals zusammengekommen waren. „Die Haller Bach-Tage werden Burghard Schloemann gewidmet. Er hat sie zum heutigen Glanz gebracht und ich halte diese Würdigung für eine gute Idee!“, freut sich Bürgermeister Thomas Tappe auf die gut zwei Wochen mit hochkarätigen Ensembles und Künstlern Anfang des Jahres. Am 4. Februar wird eine Tafel in der St. Johanniskirche angebracht, die an den im letzten Jahr verstorbenen Kirchenmusikdirektor Gründer der Bach-Tage erinnern soll.
Das Programm für die vom 29. Januar bis zum 15. Februar stattfindende Klassikreihe ist wie gewohnt vielfältig. Das Eröffnungskonzert in der St. Johanniskirche bietet mit „Vespro della Beata Vergine“ die Marienvesper von Claudio Monteverdi. Der Donnerstag als Beginn ist ein ungewöhnlicher Wochentag und läutet damit eine moderate Umgestaltung ein. „Es ist Zeit für einige Änderungen. Die Meilensteine sollen auch in der Organisation wiederzufinden sein“, so KMD Friedemann Engelbert.
Eine weitere Neuerung findet man bereits am Folgetag: Da sich die Konzerte im Storck-Treffpunkt immer einer großen Nachfrage erfreuen, gibt es diesmal zwei Aufführungen. Um 16 und um 20 Uhr präsentieren die „lautten compagney BERLIN“ und Saxophonistin Asaya Fateyeva Songs von Henry Purcell und den Beatles. Das Publikum darf sich freuen auf Konzerte von Renaissance bis Pop mit dem slowenischen Ensemble „Ingenium“ (1.2.), einer Reise durch die amerikanische Musikgeschichte mit dem Vokal-Ensemble „Chanticleer“ aus San Francisco (3.2.), das Kinderkonzert „Bachblüten“ – also Musik und Geschichten über den Namensgeber der Bach-Tage - mit „Les Joyeux“ (4.2.), Franz Schuberts „Winterreise“ (6.2.), gesungen von Konstatin Ingenpaß, Hausmusik des 18. Jahrhunderts mit dem Ensemble „Salon Violet“ (8.2.) sowie Musik auf hohem Niveau mit Werken von Mozart bis zu den Beatles mit dem Klarinettentrio Schmuck (10.2.), das einen Tag später vor Schülern und ein drittes Mal beim Mittagstisch aufgeführt wird.
Auch das beliebte „Haller Dreierlei“ darf nicht fehlen: Drei Highlights innerhalb von ca. drei Stunden an drei verschiedenen Orten nebst kulinarischen Snacks am 7. Februar. Eine Hommage an den Gründer der Haller Bach-Tage, Burghard Schloemann, bieten Musiker an, die ihm in besonderer Weise verbunden waren: die Bläser der Christuskirche Herford, Mezzosopranistin Eike Tiedemann und Martin Rieker an der Orgel. Spannende Erzählungen mit lokalem Bezug gibt es von Dr. Andreas Reinicke, dem Direktor des Deutschen Orient Instituts in Berlin - und das den Lindenstädtern bekannte Trio Olaf Kordes, Wolfgang Tetzlaff und Karl Godejohann präsentiert Meilensteine von Miles Davis, Bach und Händel in kreativen Improvisationen.
Das Abschlusskonzert, die Matthäus-Passion von J. S. Bach, wird am 14. Februar in der Haller St. Johanniskirche und einen Tag danach – ebenfalls eine Neuerung – in der Bielefelder Johanniskirche aufgeführt. Vier Gottesdienste, die sich die Meilensteine auf Josefs Lebensweg zum Thema nehmen, ein Festgottesdienst mit Werken von Burghard Schloemann und einer Predigt von Dr. h. c. Annette Kurschus, „Junge Kunst“ in einer Ausstellung in der Passage der Kreissparkasse und eine Graffiti-Ausstellung auf dem Kirchplatz runden das vielfältige Programm ab.
Der Vorverkauf hat begonnen. Karten können unter der Telefon-Nummer 05201-183-338 oder online unter www.haller-leben.de erworben werden. Dort kann auch im kompletten Programm gestöbert werden. -dag-