Der dritte Yoga-Gottesdienst im Evangelischen Kirchenkreis Halle war ein voller Erfolg! Mehr als 30 Teilnehmer kamen im Gemeindehaus Werther zusammen, um mit Körper, Geist und Seele zur Ruhe zu finden. Es war der erste Yoga-Gottesdienst in Werther, aber das Format hatte bereits in anderen Gemeinden große Resonanz gefunden.
Der ökumenische Gottesdienst begann mit sanften Yoga-Übungen, die von den erfahrenen Yogapraktizierenden Jana Eisenstein-Schlote und Meike Bohnemeier angeleitet wurden. Die Übungen waren für alle Fitnesslevels geeignet und konnten auf der Matte, im Stehen oder auch im Sitzen durchgeführt werden. Es ging dabei weniger um sportliche Höchstleistungen, sondern vielmehr darum, sich selbst wahrzunehmen, zu entspannen und den Körper als Teil des spirituellen Erlebens zu integrieren.
Im Anschluss daran folgten die Impulse von Pfarrerin Silke Beier und Gemeindereferentin Marion Forthaus, die beide biblische Texte auf kreative Weise in den Kontext des Yoga-Gottesdienstes einbrachten. Silke Beier ging in ihrem Impuls auf die Bibelstelle aus Matthäus 11,28 ein: „Kommt zu mir, alle, die ihr euch abmüht und belastet seid, ich will euch Ruhe schenken.“ Sie sprach darüber, wie viele Menschen mit der Last des Lebens kämpfen, sei es durch äußere Belastungen wie Krankheit oder Stress oder innere Lasten wie Ängste und Schuldgefühle. Jesus lade uns ein, diese Lasten abzugeben und uns in ihm eine Quelle der Ruhe und Kraft zu suchen.
Beier betonte, dass es in unserem hektischen Leben oft schwierig ist, diesen inneren Raum der Ruhe zu finden. Sie ermutigte die Teilnehmer, sich bewusst Zeit zu nehmen, um in sich zu gehen und die eigene Verbindung zu Gott zu spüren. „Es geht darum, das innere Joch, das uns oft niederdrückt – sei es durch Leistungsdruck oder Selbstkritik – abzulegen“, so Beier. Ihre Worte spiegelten sich in den Yoga-Übungen wider, die den Körper lockerten und den Geist beruhigten, um Raum für diese spirituelle Begegnung zu schaffen.
Marion Forthaus setzte einen weiteren Impuls zur Bibelstelle aus 3. Mose 26,1. Sie sprach über das Thema Freiheit und Würde im Glauben und ging dabei besonders auf die Vorstellung von „Sklaverei“ ein – nicht nur als äußeren Zwang, sondern auch als innerer Druck, der uns oft gefangen hält. Sie forderte die Teilnehmer auf, sich als freie und aufrechte Menschen zu sehen, die durch ihre Würde in Christus die Lasten des Lebens abwerfen können.
Das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Viele fanden, dass der Gottesdienst eine wunderbare Möglichkeit bot, den Körper in den Glaubensprozess zu integrieren. „Es war eine ganz neue Art, Gottes Wort zu erfahren. Die Übungen haben mich entspannt, und gleichzeitig gab es tiefe geistliche Impulse, die mich nachdenklich gemacht haben“, sagte eine Teilnehmerin. Spürbar wurde das Bedürfnis nach solchen ganzheitlichen Angeboten, die den Glauben und den Zugang zur Spiritualität erweitern. Die Verbindung von körperlicher Bewegung und geistlicher Besinnung bietet eine wertvolle Möglichkeit, sich sowohl mit sich selbst als auch mit Gott zu verbinden.
Der Yoga-Gottesdienst wird am 22. März um 17 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Harsewinkel wiederholt. Alle, die ebenfalls Körper und Geist in Einklang bringen und sich von spirituellen Impulsen berühren lassen möchten, sind herzlich eingeladen. Neben den bewährten Yoga-Übungen wird es wieder Impulse und Momente der Besinnung geben, die den Gottesdienst zu einem einzigartigen Erlebnis machen.
Wer also eine neue, entspannte Art sucht, den Glauben zu erleben und zu vertiefen, sollte sich den nächsten Yoga-Gottesdienst nicht entgehen lassen.