Eine Woche, 700 Gäste, mehr als 100 ehrenamtliche Helfer und eine Erkenntnis: die Vesperkirche Harsewinkel war wieder ein voller Erfolg! In diesem Jahr fand bereits die 3. Auflage der Vesperkirche in Harsewinkel statt. Eine Woche lang verwandelte sich die evangelische Martin-Luther-Kirche wieder in ein „Restaurant“, in dem bis zu 100 Menschen jeden Abend gemeinsam unentgeltlich dinieren konnten.
Die Vesperkirche Harsewinkel ist ein sozial-diakonisches Angebot, das heißt: jede und jeder darf kommen! Vesperkirche ist ein sprechendes Bild für das, was Kirche ist: Eine Kirche für alle. Bei der Vesperkirche begegnen sich Menschen der Stadtgesellschaft, die sich sonst direkt im Alltag kaum begegnen. Sie erleben eine Tischgemeinschaft, die offen ist für alle. Im Kirchraum gibt es ein gutes Essen. Gespräche und Begegnung entstehen. So lautet auch das Motto: Essen – Reden – Leben.
Und eine Kirche für andere geht nur als Kirche mit anderen. Darum ist die Vesperkirche Harsewinkel ökumenisch. Geistliche von drei Kirchengemeinden begleiteten die Vesperkirche Harsewinkel, von der Ev.-Luth. Kirchengemeinde, kath. Pfarrei St. Lucia und auch der syrisch-orthodoxen St.-Augin-Kirchengemeinde. Aus der kam auch ein besonderes Catering-Team. Neben den bewerten Gastronomen Bergmann und Rieger, die jeweils an drei Tagen die Verköstigung übernahmen, servierte dieses Mal auch eine Frauengruppe aus der syrisch-orthodoxen Gemeinde einmal das Menü: von Hand gerollte und gefüllte Weinblätter, Bulgurtaschen und Baklava zum Dessert sorgten für eine Erweiterung des Speiseplans. Auf dem fanden sich ansonsten viele Klassiker wie Rinderroulade und Königsberger Klopse, aber auch zum Kult gewordene Vesperkirchen-Dauerbrenner wie Kürbisravioli - für die viele Besucher gerne einen Abend lang zu Vegetariern wurden.
Doch bei der Vesperkirche geht es nicht nur ums Essen. Die AWO präsentierte ihre Wohnberatung und das Projekt der AWO-Wichtel, Mitarbeitende der Diakonie stellten die Schuldner- und Insolvenzberatung vor sowie Angebote im Bereich der Pflege und der Leiter der Ambulanten Erziehungshilfe, Fabian Drosselmeier, gestaltete gemeinsam mit Pfarrer Jörg Eulenstein den Auftaktgottesdienst.
Im Rahmenprogramm warteten unter anderem Musik mit dem Manuel Feuss Duo, ein Interview mit Harsewinkels Bürgermeisterin Pamela Westmeyer oder ein Konzert mit dem Chor NGL auf die Besucher. Auch ein Gespräch mit Sebastian Plath vom Haller Mittagstisch beeindruckte. Der Gemeindepädagoge bietet einmal wöchentlich in Halle ein Mittagessen für rund 100 Bedürftige an und sprach darüber, wie wichtig es ist, Nächstenliebe zu leben. Einige seiner Mittagstischgäste kamen auch wiederholt zur Vesperkirche und genossen dort die Speisen. Alle „Reste“ der Vesperkirche gehen zudem schockgefrostet nach Halle und werden dort vom Mittagstisch weiter genutzt.
Im ersten Jahr hatte sich die Vesperkirche über Mittel der Gemeindestiftung Ölzweig finanziert, im zweiten Jahr wurde die Hälfte der Kosten getragen durch Fördermittel aus dem Projekt #wärmewinter der Diakonie RWL. Rund 15.000 Euro insgesamt braucht die Ev. Kirchengemeinde Harsewinkel für die Durchführung der Vesperkirche, das meiste Geld ist dabei für das Essen bestimmt. In diesem Jahr wurde die Vesperkirche komplett aus Spenden finanziert.
Wer auch für die Vesperkirche spenden möchte, kann das an
Ev.-Luth. Kirchengemeinde Harsewinkel; Sparkasse Gütersloh;
IBAN: DE78 4785 0065 0025 0289 96
Verwendungszweck: Vesperkirche Harsewinkel
Hier einfach online spenden
Das Besondere: ab einer dreistelligen Summe bekommen die Sponsoren ein mit „Vesperkirche“ graviertes Besteckteil als Dank.