Versmold. „Die Instrumente sind gestimmt, so dass wir eingestimmt wurden, und für eine schöne Stimmung sorgt nun ein ganz besonderes Duo“, eröffnete gut gelaunt Burkhard Hoeltzenbein vom Organisationsteam das 10. Konzert der Veranstaltungsreihe „Petri-Musik“. Im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirche in Versmold waren die Reihen gut gefüllt, was für die zu erwartende gute Musik spricht. Während draußen das Wummern der Frühjahrskirmes ganz leicht durch den Raum drang, konnte Flötistin Sabine Seipelt, gesundheitlich etwas angeschlagen, aber dennoch fröhlich ihrer Duett-Partnerin, Pianistin Chihiro Masaki, zurufen: „Falls wir mal nicht den richtigen Ton treffen, wird es gar nicht auffallen.“
Aber natürlich sind beide routiniert genug, keinen einzigen Missklang aufkommen zu lassen. Gleich zu Beginn sollte eine Serenata – eine Abendmusik – dazu anregen mit Eleganz und Leichtigkeit in den Abend zu schwingen. Sofort im Anschluss erklangen drei Lieder aus der Sammlung „Schwanengesang“. Das daraus wohl bekannteste von Franz Schubert komponierte Stück „Ständchen“ ist unter dem Titel „Leise flehen meine Lieder“ geläufiger, den Text dazu verfasste der deutsche Dichter und Musikkritiker Ludwig Rellstab. Ganz fantastisch das Zusammenspiel der Musikerinnen, die seit 25 Jahren die Liebe zur Musik verbindet und die beide als Pädagoginnen in der Musikschule Gütersloh tätig sind.
Es folgen drei Tänze aus Spanien, farbenfroh, folkloristisch. Die Pianistin ist als Solistin im Einsatz und brilliert, was ihr einen langanhaltenden Applaus beschert. Zweimal ist dann das Meer Thema: Das Schubertlied „Am Meer“, gedichtet von Heinrich Heine, sowie das französische „La Danse de la Mer“ von Laetitia Devernay.
Nach der Pause wechselt Sabine Seipelt ihre wuchtige Altflöte – die sie als dickes Ofenrohr bezeichnet – gegen eine handlichere C-Flöte ein. Lieder aus Norwegen und Frankreich folgen, bevor als Zugabe die „Badinerie“ von Johann Sebastian Bach erklingt, die Masakis Finger virtuos über die Tasten fliegen lässt.
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