Der Höhepunkt dieses virtuosen Konzerts mit dem klassischen Gitarristen Lothar Theismann ist eindeutig „Präludium, Fuge und Allegro“ von Johannes Sebastian Bach. Zu diesem dreiteiligen Stück, das durch virtuoses, barockes Gitarrenspiel besticht, führen das gesamte Programm des musikalisch hochklassigen Konzerts.
Auf dem Weg dahin liegen weitere Stücke von Bach, es beginnt jedoch mit den mittelalterlichen Stücken „Fantasia No. 1 und No. 6“ aus dem 15. Jahrhundert, die ursprünglich noch mit einem Vorläufer der erst später entstandenen Gitarre gespielt wurde. Nach einigen musikalischen Erklärungen und einem weiteren mittelalterlichen Stück spielt der Künstler drei Lieder aus verschiedenen Epochen. Diese harmonieren musikalisch sehr gut und enden mit dem „Courante“ von J.S. Bach. Bei diesem für die Gitarre bearbeiteten Violinen-Stück erkennt man musikalisch gut, dass es sich um einen Tanz handelt.
In eine kurze Pause verabschiedet sich der Virtuose mit seiner eigenen Komposition „Spring“, einer verträumten und heiteren Melodie mit leisen Flamencoanklängen.
Den zweiten Teil des Konzerts beginnt er mit „Cordoba“, einem berühmten tiefgründigen und feierlich klingenden Flamenco-Gitarrenstück, das der Gitarrist mit „Largo“ von J.S. Bach musikalisch verbindet.
Diese beiden Stücke sind eine Kombination in F-Dur, die gut zusammenpasst“, erklärt Lothar Theismann, um danach nahtlos zu Jazz zu wechseln.
Die Jazz-Ballade „Naima“ das wohl persönlichste Stück von John Coltraine, hat eine ruhige Melodie und führt fast nahtlos zum „Präludium, Fuge und Allegro“ von Bach – was vom Publikum in der Johanniskirche mit anhaltendem und höchst verdientem Applaus gewürdigt wird. Lothar Theissmann bedankt sich bei seinen Zuhörern mit dem bekannten „Fragile“ des bekannten zeitgenössischen Künstlers Sting.
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