Konfi-Events sind Vollgasveranstaltungen und stehen für innovative und gelingende Arbeit mit Jugendlichen. Sie sollen den jungen Menschen über den Konfirmandenunterricht hinaus die Möglichkeit geben, sich mit Gleichaltrigen über gemeinsames Tun wahrzunehmen, sich zwanglos über Glaubensthemen auszutauschen, Gemeinschaft zu erfahren und dabei neue Impulse zu erhalten. Eine Auszeit vom Alltag, in der sie sich in einer großen Vielfalt ausprobieren können. Sie übernehmen Verantwortung und können so später einmal selbst Kirche mitgestalten. Am Ende des Tages steht die Erfahrung, dass es alles andere als theoretisch und langweilig ist, mit Gott unterwegs zu sein.
Im vierten Jahr nacheinander fand diese Veranstaltung des Kirchenkreises in Versmold statt. Die Pfarrer Christian Stephan und Marcel Friesen bildeten das Organisationsteam, weitere 60 Haupt- und Ehrenamtliche sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Unter dem Motto „Konnect 2026“ nahmen 180 Konfirmanden aus den 8 Kirchengemeinden Bockhorst, Borgholzhausen, Brockhagen, Halle, Harsewinkel, Steinhagen, Versmold und Werther teil. Damit ist das Event die größte derartige Kooperationsveranstaltung im Kirchenkreis Halle.
Bei der Auftaktveranstaltung in der Petrikirche konnten die Teilnehmenden ihren eigenen, bisherigen Glaubensweg reflektieren und Fragen nachgehen wie „Was für eine Stimme habe ich eigentlich in der Gesellschaft und zählt sie überhaupt?“ oder „Was beeinflusst mich?“. Für einen Gänsehaut-Moment sorgten fast 200 Handylichter, die während eines Liedes durch die dunkle Kirche schwenkten.
Im Anschluss fanden an verschiedenen Orten zahlreiche Workshops statt. Im Gemeindehaus rauchten beim „Game on“ die Köpfe: Dort konnten Brett-, Karten- und Würfelspiele wie „Exploding Minions“ oder „Looping Louie“ ausprobiert werden – der beliebte Tischkicker durfte dabei nicht fehlen. In einem anderen Raum war nicht nur Köpfchen, sondern auch Kondition gefragt: beim Einstudieren eines Jazztanzes. Draußen an der Sporthalle konnten Mut und Kraft an der Kletterwand getestet werden. Stets gut gesichert, ging es mit Begeisterung „den Berg hinauf“. Die Geübten lieferten sich kleine Battles und versuchten, die Zeit ihres Vordermanns zu unterbieten. Spaß machte auch die Stelzenlaufen. Wer sich traute, konnte unter Anleitung auf den großen Holzstangen vor dem Sportplatz seine Runden drehen. Drinnen galt es, eine neue Sportart auszuprobieren: Kin-Ball. Dafür war sogar Nationalspielerin Maja Mierswa aus Hannover angereist. Bei dieser noch relativ jungen Sportart versuchen drei Mannschaften mit jeweils 4 Spielern den 1,22 Meter großen Ball (aber nur 1 Kilogramm schwer) so zu schlagen, dass er bei der angegriffenen Mannschaft den Boden berührt. Eine weitere Gelegenheit, sich in Teams zu duellieren, bot die digitale Schnitzeljagd mit der Actionbound-App auf dem gesamten Gelände.
Nach so viel Bewegung hieß es „Auf die Kekse, fertig, los!“ Am Jugendzentrum Westside hielt die Snack-Pause allerlei Obst und Kleingebäck bereit. Überhaupt war für das leibliche Wohl während des ganzen Tages bestens gesorgt: Von Nudeln mit verschiedenen Soßen und einem großen Salatbuffet am Mittag bis zu Hot Dogs am Abend. Nach einem Stationen-Gottesdienst in der Kirche, der einige Mitmachangebote bereithielt, stand der Event-Charakter im Vordergrund: Disco, Foto-Point und Lagerfeuer mit Gitarrenmusik – bevor ein gemeinsamer Abschluss und ein Segen den langen Tag beendete.
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