Projekt des Kirchenkreises zum Klima- und Umweltschutz

Neuigkeiten

„Deutschland muss Klimaweltmeister werden“

Ex-Fußballprofi Ewald Lienen kommt nach Brockhagen

Berühmt wurde Ewald Lienen durch ein legendäres Foul des Bremer Verteidigers Norbert Siegmann, bei dem er im Sommer 1981 einen Riss des rechten Oberschenkels erlitt. Als Fußballspieler und -trainer, unter anderem des FC St. Pauli, hat sich der aus Schloß Holte-Stukenbrock stammende 68-Jährige einen Namen gemacht. Inzwischen nutzt er seine Berühmtheit, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. 2019 hat mit der Elterninitiative "Parents for Future" mehr als 100 000 Rote Klimakarten an das Kanzleramt in Berlin übergeben und ist Klimabotschafter des Kreises Lippe.

Sein Anliegen ist klar: „Deutschland muss Klimaweltmeister werden!“.  Der Ex-Fußballprofi schämt sich für die Ausbeutung der Natur und eine oft sinnentleerte Konsum- und Leistungsgesellschaft – in der Wirtschaft wie im Sport. 

„Bei Nachhaltigkeit geht es nicht nur um Ökologie, es geht auch im Ökonomische Aspekte und natürlich um soziale Gerechtigkeit. Diese Punkte kann man nicht unabhängig voneinander diskutieren; hier die Brücken zu schlagen und Zusammenhänge zu berücksichtigen, ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass wir unsere gesellschaftlichen Probleme in den Griff bekommen. Wir brauche dazu einen grundlegenden Paradigmenwechsel, in dem wir das Wohl aller Menschen und den Respekt vor den natürlichen Kreisläufen des Lebens in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns stellen“, sagt Ewald Lienen.

Am 23. September wird Lienen im Rahmen des Projektes „Klimahelden in Alltag“ des Evangelischen Kirchenkreises Halle in Brockhagen zu Gast sein und in der Kirche ab 19:30Uhr einen Vortrag darüber halten, warum und wie Deutschland Klimaweltmeister werden kann. Der Eintritt ist frei.

Gott liebt alle seine Geschöpfe

Tierisch viel los beim Schöpfungsgottesdienst des Kirchenkreises

Brockhagen. Das Presbyterium lässt den inneren Elefanten akustisch heraus, die Konfirmanden verleihen dem Regen ein kleines Plätschern. Mäusequietschen und Taubengurren, das Schaukeln der schippernden Arche und Noahs Grübeln intonieren die mehr 80 Besucher auf der Kirchwiese in Brockhagen. Das tierische Konzert ist Teil des ersten kreiskirchlichen Schöpfungsgottesdienstes. Superintendent Dr. André Henrich erzählt mit Hilfe der Lautuntermalungen die Geschichte der Arche Noah in einer neuen Version. Bewusst hat er sich gegen eine Bibellesung entschieden, denn in der werden immer wieder alle an Bord der Arche befindlichen Tiere aufgezählt, was den zeitlichen Rahmen sprengen würde. Aber diese penible Aufzählung, erklärt Heinrich, hat auch eine tiefere Bedeutung: „Gott übersieht kein einziges Tier, kein einziges Geschöpf. Und er hat sie alle, alle lieb“.  Und dass, so die Botschaft des Schöpfungsgottesdienstes, den Heinrich gemeinsam mit Pfarrerin Beatrix Eulenstein gestaltete, sollten auch wir Menschen. Mit Hilfe von zwei Experten wurde der Blick auf unterschätzte oder oft übersehene Geschöpfe gelenkt. Maria Abeck-Brandes von der Lokalen Agenda Umwelt Harsewinkel sprach von ihrer Liebe für die Wiesen-Margerite. Diese sehr alte heimische Pflanze findet man auf Wiesen, Weiden und Säumen, wo sie aber leider in den letzten Jahrzehnten immer weiter zurückgedrängt wurde. Auch in Gärten könnten Margeriten vielerorts auf Rasenflächen, auch im Verbund mit anderen heimischen Pflanzen, insektenfreundliche Kleinode darstellen.  

Auf die Insekten lenkte danach Friedrich Wilhelm Brinkmann vom Imkerverein Versmold den Blick. Woll- und Blattschneiderbienen, Mörtel- und Mauerbienen oder auch Pelzbienen ließ er bei einer kurzen Gedankenreise in den Garten des Insektenforschers Jean-Henri Fabre vor den Augen der Besucher herumfliegen. 

Im Schöpfungsgottesdienst, der im Rahmen des kreiskirchlichen Projekts „Klimahelden in Alltag“ stattfand, gab es aber noch mehr zu erleben. Gitarristin Evi Buss baute gesanglich eine Arche mit „Noah, bau ein Schiff“ und der Posaunenchor Brockhagen-Harsewinkel sorgte für die richtigen Klänge. Im Anschluss an den Freiluftgottesdienst bot der Helferkreis Harsewinkel den anwesenden Kindern die Gelegenheiten zum Boote bauen und Archen basteln, während die Erwachsenen sich bei Kaffee und Aschure-Suppe unterhielten. Diese traditionelle muslimische Suppe wird aus mindestens sieben Zutaten gekocht und an mindestens sieben Freunde verteilt - dieser Brauch geht auf Noah zurück: Man glaubt, dass er, nachdem die große Sintflut vorüber war und er wieder festen Boden betreten hatte, mit den letzten Resten seiner Vorräte ebendiese Süßspeise zum ersten Mal zubereitete und mit den Überlebenden der Arche als Festmahl verspeiste.                   

Schöpfungsgottesdienst in Brockhagen

Kirchenkreis lädt zum Entdecken der Natur ein

Gottes Schöpfung zu bewahren, sollte für jeden Christen selbstverständlich sein. Trotzdem spielen die Themen Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz im christlichen Alltag und auch in der Verkündigung meist nur eine untergeordnete Rolle. 

Das kreiskirchliche Projekt "Klimahelden im Alltag" legt deshalb verstärkt den Fokus auf diese Aspekte. Im Rahmen des Projekts findet deshalb nun auch der erste Schöpfungsgottesdienst des Kirchenkreises Halle statt. 

Am 21. August um 10 Uhr sind alle Mitglieder der acht zum Kirchenkreis gehörenden Gemeinden eingeladen zum Freiluftgottesdienst für die ganze Familie. Auf der Kirchwiese in Brockhagen wird gemeinsam mit Superintendent Dr. André Heinrich und dem Posaunenchor Brockhagen-Harsewinkel ein besonderer Gottesdienst gefeiert, im Anschluss sind alle Besucherinnen und Besucher zu einem kleinen Imbiss eingeladen. Für Kinder wird es zusätzliche Spiel- und Bastelaktionen geben.

Im Gottesdienst wird es um das Thema Arche Noah gehen und darum, dass Gott alle seine Geschöpfe sieht und auch wir unseren Blick weiten sollten für all das, was mit uns auf der Erde lebt.

Open Air Kino

Zum Open-Air FamilienKino laden die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Harsewinkel und der Ev. Kirchenkreis Halle gemeinsam ein: Am Samstag, den 20. August gibt es ab ca. 20 Uhr einen Film über die Schönheit und Wunder der Erde - unseres blauen Planeten neben der Martin-Luther-Kirche Harsewinkel, Clarholzer Str. 25 auf dem Parkplatz/Gemeindewiese zu sehen.

Campingstühle, Sitzgelegenheiten, Liegen, Isomatten, Decken, Schlafsäcke u.s.w. bitte mitbringen sowie Picknick-Korb und hauseigenes “Kino-Food”. Getränke nicht vergessen! Das Kindergottesdienst-Team bietet PopCorn und Softdrinks an! Bei Regen findet das Open-Air-FamilienKino in der Martin-Luther-Kirche statt.

Der Eintritt ist frei!

Klimareise um die Welt

Kreiskirchliches Projekt „Klimahelden im Alltag“ bietet Fahrt nach Bremerhaven an

Einmal um die Welt reisen und die Klimazonen der Erde erleben: Von den Schweizer Bergen geht es durch die Wüste der Sahelzone und das Packeis der Antarktis, entlang des Südseestrands von Samoa und wieder zurück an die Nordseeküste. Im Klimahaus Bremerhaven begeben sich die Besuchenden auf eine außergewöhnliche Tour, die sie entlang des Längengrades 8 Grad und 34 Minuten Ost einmal um den Globus führt. Unterwegs begegnen ihnen Menschen, die aus ihrem Alltag erzählen und berichten, wie sich ihr Leben und das jeweils vorherrschende Klima gegenseitig beeinflussen.

Das kreiskirchliche Projekt „Klimahelden im Alltag“ bietet am 10. September 2022 eine Tagesfahrt zum Klimahaus an. Von Halle geht es gemeinsam mit Pfarrerin Beatrix Eulenstein und der Öffentlichkeitsbeauftragten Kerstin Panhorst per Bahn nach Bremerhaven und dann im Erlebnismuseum auf Weltreise durch die Klimazonen. Das Klimahaus erläutert den Klimawandel und vermittelt Tipps für den Klimaschutz. Die einzelnen Ausstellungsbereiche der Wissens- und Erlebniswelt widmen sich unterschiedlichen Aspekten des zentralen Themas Klima.

Bis zu 100 Personen aus dem gesamten Kirchenkreis können mitfahren und das Ausstellungserlebnis von der Wüste bis zur Antarktis zum Sonderpreis erleben. Dank einer Förderung des Programms „Miteinander reden“ wird der Eintritt von der Bundeszentrale für politische Bildung übernommen, die Teilnehmer*innen müssen sich nur am Fahrtpreis beteiligen. In den 15 Euro Teilnehmendenbeitrag (Mitfahrt für Minderjährige nur in Begleitung Erziehungsberechtigter) sind Fahrt und Eintritt enthalten, für Verpflegung muss selbst gesorgt werden.

Treffpunkt ist am 10. September um 8:00 Uhr am Bahnhof in Halle auf Gleis 2. Um 12 Uhr gibt es einen Vortrag im Klimahaus, danach kann das Museum erkundet werden. Im Anschluss gibt es Zeit zur freien Verfügung, um Bremerhaven zu entdecken. Die Rückkehr ist für 21:24 Uhr (Ankunft in Halle) geplant.  Anmeldungen sind unter klimahelden@ekvw.de oder telefonisch im Kirchenkreis Halle unter 05201-18435 möglich.

Zweite Stufe des Notfallplans Gas – was kann getan werden?

  • Informationen über Möglichkeiten zum Einsparen einholen
  • den persönlichen Weg des Einsparens überlegen und umsetzen

Wir möchten darin unterstützen und verweisen daher auf eine ansprechende und informative Seite der Verbraucherzentrale:

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/gas-sparen-diese-kleinen-aenderungen-senken-ihren-gasverbrauch-71992  

Nachhaltig Shoppen

„Klimahelden“ unternehmen konsumkritische Stadtführung durch Münster

 Worauf muss ich beim Einkauf von Kleidung achten, wenn mir Nachhaltigkeit wichtig ist? Wie findet man sich im Dschungel der verschiedenen Ökolabels zurecht und welches ist überhaupt legitim?

Tipps zum Auffüllen des heimischen Kleiderschrankes und zum Ausbau der eigenen Garderobe, ohne die Umwelt zu belasten, holten sich Mitglieder verschiedener Gemeinden bei einer kleinen Tour. 13 Frauen und Männer aus dem Kirchenkreis waren der Einladung des Projektes „Klimahelden im Alltag“ zu einer konsumkritischen Stadtführung durch Münster gefolgt.

Second Hand Läden, Unverpackt-Geschäfte und auch ein Spezialgeschäft für ökologischen Innenausbau mit nachhaltigen Farben wurden in insgesamt zwei Stunden mit Stadtführerin Noomi Lösing vom Verein Vamos besucht.

Vamos e.V. arbeitet seit 1987 als gemeinnütziger Verein zu Themen, die den konkreten Bezug zwischen unserem Leben hier und dem Leben von Menschen in Ländern des Globalen Südens verdeutlichen. Der Verein setzt sich ein für mehr Solidarität und gibt Anstöße für globales Denken und Handeln, ermöglicht Begegnungen und bewegt Menschen zum Mitmachen.

Unter dem Motto „FAIRführt“ bietet er zudem konsumkritische Stadtführungen an, die nun auch die Gruppe aus dem Kirchenkreis Halle wahrnahm. Dabei wurden nicht nur Geschäfte angesteuert, sondern interaktiv und mit spielerischen Methoden auch die weltweite Verflechtung globaler Produktionsketten beleuchtet und Hintergründe und Folgen für Mensch und Umwelt diskutiert.            

Bienen, Brotknödel und Bauern

Hunderte Besucher kommen zum ersten Aktionstag von „Klimahelden im Alltag“ nach Borgholzhausen

Borgholzhausen. Die Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Landwirtschaft und Ernährung sind topaktuell, werden aber leider oft auch sehr trocken und rein informativ in Szene gesetzt. Manchmal schreckt diese Herangehensweise ab. Wie man über Umweltschutz mit viel Spaß und vielen Aktionen auch positiv reden kann, zeigte nun der erste Aktionstag der „Klimahelden im Alltag“. Rund um das Motto „Vom Feld bis auf den Teller“ ging es rund um das Gemeindehaus und Juz in Borgholzhausen bei der Veranstaltung des Kirchenkreises Hal-le. Rund 16 Stände von Gruppen, Vereinen, Institutionen und regionalen Anbietern boten viel zu Gucken, zu Erleben und zum Ausprobieren.

Mit einem Mini-Mähdrescher durften die kleinen Besucher selbst probieren, wie man Getreide verarbeitet und erfuhren dabei von Theo Steiling, was eigentlich alles passieren muss, bis ein fertiges Brot entsteht. Das wiederum gab es gleich nebenan bei der Bäckerei Welpinghus, die auch die Entstehung ihrer Produkte vom Korn bis zum Brötchen zeigte. Wer mehr Fleischeslust empfand konnte beim Grill von Fleischerei Goldbecker die obligatorische Bratwurst bekommen und gleichzeitig erfahren, woher die Tiere für das Endprodukt stammen, wie sie aufgezogen werden und wie man es schafft möglichst viel vom Tier zu verwenden – denn auch das ist ein Teil der Nachhaltigkeit.

Auch Vegetarier kamen auf ihre Kosten, unter anderem bei den Landfrauen, die ihren israelischen Salat aus nicht mehr ansehnlichem Gemüse fertigten und diesen zum Probieren in eigens gebackenen Parmesan-Waffelschalen servierten -so lässt sich nämlich das Einweggeschirr sparen. Was man aus altem Brot machen kann zeigten wiederum die Organisatoren der Klimahelden im Alltag. Die Österreichischen Pressknödel wurden auf den ersten Blick für Frikadellen gehalten, aber begeisterten dann auch die „Fleischfresser“. „Wie deftiger Pickert“ lautete das Urteil der Besucher, die gerne noch einmal für einen Nachschlag vorbeikamen. Das Umwelt-Café Versmold kredenzte unterdessen selbstgemachte Gemüsebrühe und gab Tipps zu nachhaltigen Produkten im Haushalt.

Die Brockhagener Dorfmilch und die Clever Landeier präsentierten ebenso wie Biohof Antje Kapp ihre Produkte, das Konzept eines Weltackers wurde vorgestellt und mit einem Smoothie-Rad konnten leckere Fruchtcocktails erstrampelt werden, die bestens zu den frisch gebackenen Waffeln des JUZ-Teams pass-ten.  Informationen zu naturnahen Gärten, zu Photovoltaikanlagen sowie Agrivoltaik, der Möglichkeit auf landwirtschaftlichen Flächen platzsparend Solarelemente aufzubauen und ein Angebot an Stauden gehörten ebenfalls zum Angebot. Am Infostand des WLV gab es zudem für alle Generationen Landwirtschaft zu erleben und für Hobbyimker gab es zwei Führungen zum Bienenstock der Imker-AG der PAB.

„Ohne die vielen Engagierten und den ehrenamtlichen Einsatz hätten wir diesen Aktionstag niemals hinbekommen. Wir können gar nicht genug Danke sagen, an alle, die heute mitgemacht haben“, sagen die beiden hauptamtlichen Organisatorinnen Beatrix Eulenstein, Pfarrerin für sozial-diakonische Aufgaben und die Kirchenkreis-Öffentlichkeitsbeauftragte Kerstin Panhorst. Presbyterin Bettina Schneider-Drees, die die gesamte Koordination vor Ort übernommen hatte, Hausmeister Friedhelm Piehl von der Kirchengemeinde und Ortspfarrer Christian Eckey, die beim Aktionstag beide überall mit anpackten, sind nur drei der Aktiven, die zum Gelingen beitrugen. 

Zum Abschluss wartete noch eine Fragenaktion mit Moderatorin Sandra Kleideiter an Landwirte auf die Besucher. Andreas Westermeyer, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Gütersloh beantwortete zusammen mit seinem Stellvertreter Klemens Hanfgarn Fragen zu den Themen Ackerbau, Tierhaltung, Nachhaltigkeit, zu Pestizideinsätzen auf Ackerböden und deren Auswirkung auf deren Humusgehalt oder auch zu Streuobstwiesen und Projekten von Landwirten zum Klimaschutz.

Im Oktober wird es den nächsten Aktionstag in Brockhagen geben im Rahmen des Projektes „Klimahelden im Alltag“ des Kirchenkreises Halle. Innerhalb des Projekts soll es vor allem in den Gemeinden Bockhorst, Borgholzhausen und Brockhagen Aktionen, Vorträge, Exkursionen und Workshops zum Thema „Was kann ich in meinem Alltag gegen den Klimawandel tun?“ geben. Eingeladen sind aber nicht nur die Gemeindeglieder und alle dem Kirchenkreis Angehörenden, sondern alle Interessierten, unabhängig von Konfession und religiöser Zugehörigkeit. Das Projekt wurde als eines von 100 Vorhaben in ganz Deutschland im Rahmen des Förder- und Qualifizierungsprogramms "Miteinander Reden" aus mehr als 300 Bewerbungen ausgewählt und wird darüber vollfinanziert.     

1. Aktionstag von „Klimahelden im Alltag“

Buntes Programm bei Veranstaltung des Kirchenkreises zu Landwirtschaft und Ernährung

Am 21. Mai findet der erste von insgesamt drei großen Aktionstagen im Rahmen des Projekts „Klimahelden im Alltag“ statt. Rund um das Gemeindehaus und die Kirche in Borgholzhausen werden dann von 14 bis 18 Uhr zahlreiche Stände zum Thema „Vom Feld auf den Teller“ auf die Besucherinnen und Besucher warten.

Informationen, Tipps und Aktionen zur heimischen Landwirtschaft, zu Lebensmittelanbau und Lebensmittelverschwendung sowie alternativen Energien stehen auf dem Programm. Zahlreiche regionale Akteure, von Vereinen über Landwirte, lokale Einzelhändler und Umweltgruppen sind dabei.

Unter anderem gibt es ein Smoothie-Rad, Infos zu Agrivoltaik, Tipps zur Resteverwertung von Lebensmitteln, eine Schnippel Disco mit leckeren Kostproben, eine Ausstellung zur Althandysammlung des Kirchenkreises, Mini-Traktoren für Kinder, Infostände des WLV und der Imker-AG der PAB, Mitmachaktionen des Umweltcafés, Infos zu Fleischproduktion und lokalem Anbau, Gelegenheiten zum Erwerb von regionalem und saisonalem Gemüse und Obst und vieles mehr.

Für das leibliche Wohl ist mit Bratwurst der Fleischerei Goldbecker, einer Cafeteria im JUZ Kampgarten, Leckereien der Landfrauen und des Klimahelden-Projektes zur Resteverwertung gesorgt. Außerdem gibt es noch etwas zu gewinnen bei einem Quiz.

Zum Abschluss um 18 Uhr wird es noch eine Fragenaktion an Landwirte geben. Andreas Westermeyer, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Gütersloh wird zusammen mit seinem Stellvertreter Klemens Hanfgarn zuvor schriftlich gesammelte Fragen zu den Themen Ackerbau, Tierhaltung, Nachhaltigkeit und Klima beantworten. 

Mit dem Projekt „Klimahelden im Alltag“ ist der Kirchenkreis Halle im Januar 2022 durchgestartet mit einer Sammlung von Althandys in allen 8 Kirchengemeinden des Kirchenkreises, die noch bis Ende des Jahres läuft. Innerhalb des Projekts soll es vor allem in den Gemeinden Bockhorst, Borgholzhausen und Brockhagen Aktionen, Vorträge, Exkursionen und Workshops zum Thema „Was kann ich in meinem Alltag gegen den Klimawandel tun?“ geben. Eingeladen sind aber nicht nur die Gemeindeglieder und alle dem Kirchenkreis Angehörenden, sondern alle Interessierten, unabhängig von Konfession und religiöser Zugehörigkeit. Das Projekt wurde als eines von 100 Vorhaben in ganz Deutschland im Rahmen des Förder- und Qualifizierungsprogramms "Miteinander Reden" aus mehr als 300 Bewerbungen ausgewählt und wird darüber vollfinanziert.      

 

Pflanzaktion in Borgholzhausen

Insektenfreundliche Bepflanzung der Beete rund um die Kirche

Was kann ich zum Klima-, Natur- und Umweltschutz tun? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Der Kirchenkreis Halle möchte mit dem Projekt „Klimahelden im Alltag“ eine Hilfestellung geben. Verschiedene Aktionen schwerpunktmäßig in den Gemeinden Bockhorst, Borgholzhausen und Brockhagen wurden geplant. Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie jeder zum Klimahelden im Alltag werden kann. Die Vorträge, Exkursionen und Workshops sind nicht nur für Gemeindeglieder gedacht, sondern alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. 

In Borgholzhausen stand die Neugestaltung einiger Beete rund um die evangelische Kirche an. Die bisherige Bepflanzung wurde entsorgt und mit insektenfreundlichem Saatgut versehen. Mit Spaten, Harke, Schaufel und Schubkarre ging es an die Arbeit. Eine Gruppe von 30 Personen – bestehend aus Presbyteriumsmitgliedern, zwei Familien und deren Freunden, Mitgliedern der Klimahelden-Projektgruppe sowie Pfarrerin Silvia Schultz - krempelte die Ärmel hoch und bepflanzte die Beete unter anderem mit Lavendel, Katzenminze und der Felsenbirne, die später kleine, essbare Früchte bekommt. Unterstützt wurden sie nicht nur von Küsterin Christina Noch und Hausmeister Friedhelm Piel. Auch Andreas Torweihe, Inhaber eines Garten- und Landschaftsbaubetriebes, stellte seine Zeit zur Verfügung, um fachmännische Hilfestellung zu leisten. Zum Schluss wurden die Anpflanzungen angegossen – was nicht auf Anhieb klappen wollte. Der Wasserdruck war zu hoch und das kühle Nass kam an Stellen aus dem Schlauch, aus dem es nicht kommen sollte. So erhielten die Presbyterinnen Felizitas Reiter-Winter und Bettina Schneider-Drees eine unfreiwillige Dusche – beide nahmen es mit viel Humor hin. 

Eine weitere Fachfrau griff den Laien mit ihrem Wissen unter die Arme: Maria Abeck-Brandes von der Lokalen Agenda Harsewinkel. Sie setzt sich seit Jahren für die Umwelt ein. „Die Insektenförderung muss durch die Entwicklung von verschiedenen Flächen wie Parks usw. mit heimischem Saatgut bestückt werden!“ wünscht sich die engagierte Umweltschützerin. Es gebe leider nur noch wenige Firmen, die die Regionalität bedenken. Man könne vieles kaufen, was zwar schön aussieht, mit der aber unsere regionale Natur- und Tierwelt nichts anfangen kann, weil sie keine Nahrung bieten. „Es dürfen keine Züchtungen verwendet werden! Was will man mit orangenem Mohn? Es sieht vielleicht schön aus, aber man tut damit gar nichts für Insekten. Im Ökosystem wurde schon viel kaputt gemacht“, prangert sie an. Die Artenvielfalt müsse gefördert werden. Um die Beete nahe der Straße in Borgholzhausen insektenfreundlich zu bepflanzen, hatte sie heimische Blühpflanzen aus Harsewinkel mitgebracht. So erblühen in Kürze an der Kirche unter anderem Wiesenmargerite, Wilde Möhre sowie Wiesen-Schafgarbe und dienen vielen Insekten als Lebensraum. 

Um das ungestörte Wachsen zu ermöglichen, werden die Bürger mit Hinweistafeln auf die Anpflanzungen aufmerksam gemacht. „Hier blüht dir was!“ ist dort zu lesen. 

Am Ende des Nachmittags ließen sich die fleißigen Helfer Muffins und Limonade schmecken. Alle Mitwirkenden waren sich einig: Die Gemeinschaft, die Arbeit an der frischen Luft und die Gewissheit, etwas für die Umwelt geleistet zu haben – es macht Spaß, ein Klimaheld im Alltag zu sein!               -dag-

 

 

 

 

 

Escape-Spiel rund um Handy und Klima

Aktion für Jugendliche im Rahmen des kreiskirchlichen Projekts „Klimahelden im Alltag“

Borgholzhausen. Der Kirchenkreis Halle hat im Projekt verschiedene Aktionen in seinen Gemeinden geplant, die dabei helfen, dass jeder zum Klimahelden im Alltag werden kann. Die Vorträge, Exkursionen und Workshops sind nicht nur für Gemeindeglieder gedacht, sondern alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Spielerisch konnten sich nun Jugendliche ab 12 Jahren in Borgholzhausen den Fragen rund ums Handy nähern. Woher kommen eigentlich die Rohstoffe für die Smartphones, unter welchen Bedingungen werden sie gefördert, wie werden Handys gefertigt und wie entsorgt man sie am umweltfreundlichsten?

Referentin Ailed E. Villalba Aquino vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche in Westfalen ging diesen Fragen gemeinsam mit den Jugendlichen in einem Escape-Spiel auf die Spur. Eingeteilt in vier Gruppen mussten Hinweise in verschiedenen Räumen des Borgholzhausener Jugendzentrums JUZ Kampgarten gefunden, Fragen beantwortet sowie Rätsel gelöst werden, die wiederum zu QR-Codes führten. Da war Spürsinn und Teamwork gefragt! Über die Codes erfuhren die Jugendlichen, was ihr Alltag und speziell die Nutzung der Smartphones mit dem Klima zu tun haben, sie stießen auf Probleme für Menschen und Umwelt bei der Handy-Herstellung, hörten Wissenswertes über begrenzte Ressourcen und lernten, wie die Geräte fachgerecht entsorgt werden.

Baran (12) erzählt anschließend begeistert: „Ich war gespannt auf das Spiel, wusste überhaupt nicht, was auf mich zukommt. Es war interessant, spannend und hat Spaß gemacht.“ Alle hätten gut mitgearbeitet, so die Referentin. Einige konnten bereits mit Klimawissen aufwarten und hätten somit selber Lösungen gefunden. „Es ist wichtig, dass sich die Jugendlichen mit dem Thema des Klimaschutzes spielerisch auseinandersetzen können.“  

Weiter geht es mit den Klimahelden am 21. Mai bei einem Aktionstag in Borgholzhausen, zu dem alle Generationen eingeladen sind.             

Schatzkiste statt Elektroschrott

Kirchenkreis Halle sammelt Althandys für den Recycling-Kreislauf

 

 

Zu Weihnachten ein neues Smartphone bekommen und keine Ahnung, wohin mit dem Alten? Die Rettung naht um endlich wieder Platz in der Schublade zu schaffen: Ab sofort können Althandys samt Ladegerät an verschiedenen Stellen im Kirchenkreis Halle abgegeben werden.

In den Gemeindebüros der acht Kirchengemeinden in Bockhorst, Borgholzhausen, Brockhagen, Halle, Harsewinkel, Steinhagen, Versmold und Werther stehen für ausgediente Mobiltelefone Sammelboxen. Damit beteiligt sich der Kirchenkreis im Rahmen seines Projektes „Klimahelden im Alltag“ an der Handy-Aktion NRW. Denn Handys sind wahre Schatzkisten. Sie enthalten wertvolle Metalle wie Gold, Silber oder Platin, deren Abbau in anderen Regionen der Erde oft mit großen Problemen für Menschen und Umwelt verbunden ist: Große Flächen werden für ihre Gewinnung zerstört und Menschen werden vertrieben. Die Arbeit in den Minen ist häufig gefährlich, der Lohn gering und Kinderarbeit keine Seltenheit.

Umso wichtiger ist es, dass Mobiltelefone lange genutzt werden und anschließend nicht in der Schublade verschwinden, sondern recycelt werden. So können Rohstoffe zurückgewonnen werden und auch der illegale Export von Elektroschrott in Länder des Südens wird vermieden.

Alle gesammelten Handys werden fachgerecht recycelt oder, wenn sie noch verwendbar sind, nach einer professionellen Datenlöschung weiterverwendet. Auf Nummer sicher geht man beim Datenschutz, indem vor Abgabe des Handys möglichst alle persönlichen Daten gelöscht und die SIM- und andere Speicherkarten entfernt werden.

Noch bis Ende des Jahres kann, wer möchte, sein Handy bei einer der Sammelboxen abgeben. Der Erlös aus der durchgeführten Recycling-Aktion mit ca. 50 Cent pro Handy kommt Menschenrechtsprojekten von Brot für die Welt und der Vereinten Evangelischen Mission zugute. Und durch den lokalen Sponsor Frank Stenzel (Telecomfort GmbH Versmold und Borgholzhausen) wird die ersammelte Summe vom Klimahelden-Projekt des Kirchenkreises Halle am Ende noch weiter aufgestockt – ab 500 gesammelten Handys mit 250 Euro, ab 1000 Geräten mit 500 Euro.

Die Handy-Aktion NRW wird durch das Amt für MÖWe und das Amt für Jugendarbeit  der  Evangelischen  Kirche  von  Westfalen,  SÜDWIND e.V., dem GMÖ der Evangelischen Kirche im Rheinland und Open Globe – Eine Welt Netz NRW koordiniert - in Zusammenarbeit mit Brot für die Welt, der Vereinten Evangelischen Mission und der „Handy-Aktion“ in Baden-Württemberg.

 

 

 

 

 

 

„Fast Phone – Smartphones als Wegwerfartikel?“

Vortrag zur Handy-Sammel-Aktion per Zoom

Rund 200 Millionen alte Smartphones und Handys liegen aktuell in Deutschlands Schubladen herum oder landen im Hausmüll, ohne fachgerecht entsorgt und recycelt zu werden. Und das, obwohl jedes Smartphone ein kleiner Schatz an Rohstoffen wie Gold und Silber ist. Rund 50 verschiedene Metalle stecken in einem Gerät. Der Abbau und die Verarbeitung vieler der Rohstoffe ist menschenrechtlich und ökologisch höchst problematisch. Die Situation kann sich aber verbessern, wenn jede*r einzelne, Unternehmen und die Politik darauf hinwirken.

In dem Vortrag von Johanna Schäfer mit anschließendem Gespräch wird es darum gehen, welche Rohstoffe in einem Smartphone stecken und was für Folgen der Abbau mit sich bringt, zum Beispiel im Fall Lithium aus Argentinien. Außerdem werden mögliche Alternativen und Lösungsmöglichkeiten besprochen. Die Unternehmen Fairphone und Shiftphone beispielsweise bemühen sich um faire Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit, zudem gibt es Reparaturmöglichkeiten und die Option, mit der Handy-Aktion NRW Althandys zu sammeln.

Johanna Schäfer ist Bildungsreferentin zum Globalen Lernen im Amt für MÖWe der EKvW und koordiniert die Handy-Aktion NRW.

Der Vortrag findet am 4. Februar um 19.30 Uhr via Zoom statt. Wer dabei sein möchte kann sich einfach einwählen unter https://us02web.zoom.us/j/86184730660?pwd=RlNsVWxyUUFGSEIxRmh5MDdxS1JNUT09

 

 

Meeting-ID: 861 8473 0660

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